Stofflexikon

Elasthan - Elasthan ist eine synthetische Elastikfaser, die in erster Linie dazu verwendet wird, Paßform und Komfort zu verbessern. Es ist extrem dehnbar, pflegeleicht und formbeständig. Bei Hosen und Röcken ist hierzu ein Elasthananteil von 3-7% üblich. Elasthan besteht aus mindestens 85% Polyurethan. Die besondere Eigenschaft von Elasthan ist die sehr hohe elastische Dehnung, die bis ca. 800% betragen kann. Bei Entlastung zieht sich die Faser auf die Ursprungslänge zurück.

Ecru-Seide - Matte Rohseide, die auch als Bast- oder Hartseide bezeichnet wird.

Feincord - Cordsamt mit feiner Rippe(mind. 45 Rippen auf 10 cm).

Fischgrat - (engl. heringbone)Fischgräten ähnliche Gewebemusterung, die durch verschiedenfarbige Garne hervorgerufen wird.

Gabardine - Dichte Gewebe mit ausgeprägtem Steilköpergrat. Die rechte Seite ist durch Scheren und Pressen glatt. Verwendung für Anzüge, Kostüme und Mäntel.

Georgette - Georgette wird oft auch CrêpeGeorgette genannt. Es ist eine weich fließende, fast durchsichtige Stoffqualität, die etwas schwerer als Chiffon ist. Georgette hateine leicht körnige, gecrêpte Oberfläche und wird meist aus zarter Seide, Viskose oder feinem Polyester hergestellt. Georgette ist eine der Lieblingswebarten für elegante Damenmode.

Hahnentritt - In der Musterung dem Pepitastoff ähnlicher Karostoff.

Halbleinen - Bezeichnung für Gewebe mit mindestens 40% Leinenanteil.

Hanf - Leinenähnliches Gewebe, das leicht knittert, wenig elastisch, luftdurchlässig, und scheuerfest ist, viel Feuchtigkeit aufsaugt, langsam trocknet und leicht vergilbt. Im Gebrauch und in der Pflege ist es der Baumwolle sehr ähnlich.

Indische Baumwolle - Rohe Baumwolle aus Indien, die dort zumeist handgewebt wird.

Jacquard - Der französische Erfinder Jacquard konstruierte im 18. Jahrhundert einen Webstuhl, mit dem man erstmalig figürliche Muster herstellen konnte. Die Gewebe sind meist großgemustert und leicht erhaben.

Jersey - Ein Jerseystoff ist ein weicher elastischer Stoff aus Wolle, Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide. Jerseystoffe werden hauptsächlich für Damenoberbekleidung, Bettwäsche und Shirts verwendet.

Japanseide - Oberbegriff für qualitativ hochwertige Naturseiden. Eine andere Bezeichnung ist Japon.

Kaschmirwolle - Sehr hochwertige Wolle der Kaschmirziege. Durch den hohen Preis wird sie oft mit anderen Rohstoffen versponnen, wobei die Qualität je nach Verarbeitungsart stark variieren kann.

Köper - Grober Baumwollstoff mit leichtem Diagonaleffekt.

Köperbindung - Die Köperbindung erkennt man an den diagonal aneinander gereihten Bindungspunkten die einen Köpergrat bilden. Verläuft die Gratlinie von links nach rechts oben, ist die Bezeichnung Z-Köper zutreffend, von links oben nach rechts unten verläuft der Köpergrat des S-Köpers. Kettköper zeigen auf der rechten Warenseite mehr Kett- als Schussfäden.Köperbindige Gewebe können je nach Bindung und Fadendichte weich und locker sein, aber auch glatt, dicht und strapazierfähig.

Langhaarpelz - Oberbegriff für Fell von Zobel, Fuchs, Hermelin, Bisam, Nerz, etc.

Lammwolle-Lambswool - Lammwolle, die halbjährig geschoren wird und besonder fein, weich, sehr hochwertig und teuer ist. Lammwolle ist wenig strapazierfähig, mottenanfällig und schmutzabweisend.

Lederimitat - (Kunstleder) ist der Oberbegriff für Materialien mit lederartiger Oberfläche.

Leinen - Neben Wolle und Seide gehört Leinen zu den ältesten und wichtigsten natürlichen Geweben. Die Leinenfasern werden aus der Flachspflanze gewonnen. Leinen knittert stark, ist zugfest, luftdurchlässig, glatt, formbeständig und mottensicher. Des Weiteren kann Leinen sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen, fusselt kaum und geht ein. Als wesentliches Gütesiegel wird das sogenannte Leinensiegel verwendet. Weitere Leinensorten sind Sieb-, Steif- und Seidenleinen.

Lycra - Markenname für eine besonders elastische und hochwertige Elasthan faser.

Leder - Allgemein gegerbte Tierhäute von Rindern, Lämmern, Ziegen oder Schweinen; für DOB u. HAKA wird Nappa- oder Veloursleder verwendet.

Lurex - Reinigungsbeständige, metallisch glänzende Effektgarngewebe die zum Beispiel für Abendmode verwendet werden. Der Name Lurex wird in der Textilbranche für alle metallischen Garne verwendet. Lurex wird oft silber- oder goldfarben, als Effektgarn bei Geweben und Maschenwaren eingesetzt.Für modische Textilien sind auch andere Farben üblich.

Merinowolle - Feine und besonders hochwertige Wolle des Merinoschafes.

Microfaser - Das Hightechgewebe aus Polyester ist wind- und wasserfest und findet hauptsächlich Verwendung in der Sport- und Outdoorbekleidung.

Nadelstreifen - Kammgarngewebe mit feinen, hellen Streifen in Kettrichtung. Verwendung für Kostüme und Anzüge.Maschenware mit samtartiger Oberfläche. Ein zusätzliches Fadensystem bildet Schlingen, die aufgeschnitten und geschoren werden. Verwendung für Haus-,Freizeitkleidung und Kinderbekleidung.

Nappaleder - Nappaldeder ist der Oberbegriff für alle Ledersorten mit glatter, leicht glänzender Oberfläche.

Nylon - Gattungsbegriff für Polyamid. Ursprünglich handelt es sich um den Markennamen derersten Polyamid-Faser aus dem Hause DuPont. Es wurde von W.H.Carothers erfunden. Seit den 50er Jahren ist es aus der Modeweltnicht mehr wegzudenken. Nylon ist besonders pflegeleicht, strapazierfähig, knittert nicht und trocknet schnell.

Naturfasern - Bei Naturfasern wirdunterschieden zwischen pflanzlichen und tierischen Fasern. Zu den pflanzlichen gehören z.B. Baumwolle, Leinen, Ramie, Hanf, etc.; zu den tierischen Wolle, Seide, Angora, Kaschmir, Kamel, Mohair,Roßhaar, etc.

Naturseide - Naturseide ist tierische, gutfärbbare, jedoch schweißempfindliche Faser, die aus den Kokons der Seidenspinner gewonnen wird; der größte Teil der Naturseide wird in China, Japan und Indien produziert.

Organza - Transparentes, steifes Gewebe aus Filamentgarnen in Leinwandbindung. Verwendung für festliche Kleider und Blusen sowie als Zwischenfutter und leichte Steifeinlage in der Damenoberbekleidung.

Plüsch - Eine Web- oder Maschenware mit sehr hohem Flor, Florhöhe über 3 mm, meist als Polyacryl. Wird als Warmfutter und Pelzimitationen verwendet.

Popeline - Dichter Stoff mit leichten Querrillen in Leinwandbindung mit hoher Kettdichte. Je nach Rohstoff und Gewebegewicht für Hemden/Blusen, Hosen, Outdoor-Jacken oder leichte Mäntel geeignet.

Pongé - Pongé bezeichnet qualitativ sehr hochwertige Naturseide.

Pannesamt - Pannesamt wird auch Spiegelsamt oder Zylindersamt genannt. Der Pannesamt besteht aus Polyester. Er bietet alle Eigenschaften wie der normale Samt. Der Flor des Samtes wird in der Herstellung durch Bügeln oder Pressen in beliebigen Mustern flachgedrückt (=pannieren). Der Begriff Spiegelsamt leitet sich aus der spiegelnden und glänzenden Oberfläche des Stoffes ab.

Reinleinen - Kennzeichnung für Gewebe aus 100% Leinen ohne Beimischung.

Reitcord - Reitcord ist fester, strapazierfähiger (Baumwoll-)Stoff, der für Sport- und Reithosen verwendet wird.

Samt - Allgemeinbezeichnung fürFlorgewebe mit einer Florhöhe bis 3 mm. Der Flor wird durch ein drittes Fadensystem gebildet. Verwendung für elegante Kleidung undDekorationen.

Satin - Satin bezeichnet ein Gewebe, das in einer bestimmten Webtechnik (Atlasbindung) fabriziert wird. Satin zeigt eine stark glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Für die Satinherstellung kann man alle Fasern verwenden, jedoch Seide, Viskose oder Polyester bevorzugt.Bei der Herstellung von Abendkleidung, Unterwäsche und Gardinen wird oft wegen seines Glanzes Satin eingesetzt. Aufgrund seiner glatten Oberfläche ist er auch als Futterstoff geeignet.

Schottenkaro - Großkarierte Woll- oder Baumwollgewebe in kräftigen Farben, überwiegend in Köperbindung mit Grundkaros in flächiger Wirkung und farbigen Überkaros. Verwendung für Jacken, Röcke, Hosen, Hemden und Kleider.

Single Jersey - Feine einflächige Maschenware in Rechts-Links-Bindung, meist aus Baumwolle. Verwendung für Hemden, Blusen, Nachtwäsche und T-Shirts.

Spandex - Spandex ist die amerikanische Bezeichnung für Elasthan.

Stretch - Gewebe und Gewirke, die durch das Verzwirren von elastischen und unelastischen Fäden dehnbar werden; die Stoffe und Gewirke können längs-, quer- und bi-elastisch (in beide Richtungen) sein. Bestimmte Fasern können bis zu 600 % gedehnt werden, um dann wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzuspringen.

Schafwolle - Die Wolle von Schafen, deren Qualität von der Herkunft des Schafes, bzw. von der Schafrasse abhängig ist, wird Schafwolle genannt. Das Merinoschaf produziert beispielsweise die feinste, während das Chevioschaf mittelfeine bis kräftige Wolle produziert. DieWolle des Crozzbred- Schafes eignet sich besonders für sportlich- strapazierfähige Bekleidungsstoffe. Die Wolle hält warm, kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, lässt Wassertropfen abperlen, ist formelastisch und Schmutz abweisend.

Schurwolle - Reine Schürwolle ist ein Gütesiegel, das garantiert, dass die Wolle gänzlich von lebenden Schafen geschoren wurde und keine vorherige Verwendung gefunden hat.

Seersucker - Hat eine blasen und borkenartige Oberfläche. Die gerafften Streifen entspringen durch abwechselnde Spannung der Kettfäden beim Weben oder nachträglich durch Aufbringen von Substanzen, die die Fasern aufquellen lassen.Seerzucker ist sehr beliebt bei der Herstellung von Sommerkleidung, da er nicht direkt auf der Hautanliegt und Luftzirkulation zulässt.

Seide - Seide ist eine feine Textilfaser. Der Seidenfaden ist ein Doppelfaden aus Eiweiß, den die Seidenraupe (meist die Raupe des Chinesischen Maulbeerseidenspinners) ausscheidet, um daraus ihren Kokon zu spinnen.Bei der traditionellen Seidenproduktion wird der Faden vor dem Schlüpfen des Schmetterlings verarbeitet. Wohingegen man bei der Produktion der Wildseite abwartet, bis der Schmetterling (meist ein Tussahspinner) den Kokon verlassen hat.Sie ist die einzige in der Natur vorkommende textile Endlos-Faser. Tussah- oder Wildseide haben eine rauere Textur als die schimmernde Haspelseide. Seidenstoffe sollten mit einem speziellen Seidenshampoo vorsichtig von Hand gewaschen oder chemisch gereinigt werden. Sie stammt wohl aus China und war eine bedeutende Handelsware, die über die Seidenstraße nach Europa gebracht wurde. Die größte Menge von Seide wird meist in China produziert aber auch Japan und Indien sind auch bedeutende Erzeugerländer. Seide darf nicht ausgewrungen werden, da sie im feuchten Zustand formempfindlich ist. Gebügelt wird von links bei mittlerer Temperatur. Direkte Sonneneinwirkung sollte man vermeiden, da die Farben verblassen und die Seide vergilbt.

Taft - Das Wort Taft kommt vom persischen "tafteh" (gewebt). Es Bezeichnet ein dichtgewebtes und leinwandbindiges Gewebe aus Filamentgarnen, durch dickeren Schuss leicht querrippig und fest bis steif, je nach Material. Der Taftstoff knittert sehr leicht.

Tüll - Auf Wirk- oder Bobinetmaschinen hergestellte durchbrochene Ware, meist mit wabenförmiger Struktur, glatt, gemustert oder evtl. bestickt. Verwendung für elegante Blusen und Kleider, Ausputz und Schleier.

Twill - Englischer Name für Köper und Köperbindung. Dichtes Gewebe mit Diagonalstruktur.

Thai-Seide - Thai- Seide ist Naturseide mit hohem Glanz und ähnelt der Shantung- und Honanseide, hat jedoch eine feinere Oberflächenstruktur.

Triacetat - Triacetat findet Verwendung als Futterstoff und Seidenersatzstoff für Blusen, Unterröcke, Kleider, Krawatten oder ahnlichem. Es ist knitterarm, pflegeleicht und zusätzlich hitzebeständiger als Aceta.

Tweed - Ein Wollgewebe, das ursprünglich nur in Tweed, Schottland produziert werden durfte. Tweed hat eine melierte, haarige und rauhe Oberfläche und wird in der Regel als Streichgarn hergestellt.

Velours - Weicher, gerauter Wollstoff mit dichtem, kurzem Flor oder niedergepresstem Strichflor. Verwendung für Mäntel und Jacken.

Viskose - Viskose wird hauptsächlich für Futterstoffe, Blusen, leichte Kleider und Krawatten verwendet; Viskose ist kaum waschbar und muss daher gereinigt werden.

Veloursleder - Ein Ziegen, Kalbs- und Schafleder mit samtiger, rauher Oberfläche. Es wird für DOB und HAKA verwendet. Zum Veloursleder zählen Wildvelours-, Feinvelours- und Pelzveloursleder.

Walken - Walken (filzen) bezeichnet eine Arbeitstechnik bei der Tuche, Loder oder andere Streichgarne durch Reiben, Stoßen, Wringen und unter Verwendung von heißer Seifenlauge stark einlaufen (verfilzen).

Wolle - Wolle ist im wesentlichen die Haare von Schafen. Wolle wird zum Spinnen und Weben verwendet; klassische Wollstoffe sind z.B. Flanell, Bouclé und Filz.

Wildleder - Ein feines Veloursleder, wie zum Beispiel Reh- oder Hirschleder mit stumpfer, wasserdurchlässiger, samtartiger Oberfläche.

Wollstoff - Wollstoffe werden aus dem Fell von Schafen, Ziegen, Karmelen oder Kaninchen gewonnen.Für alle Wollgewebe gilt: Je gröber die Fasern, aus denen sie hergestellt wurden, desto gröber auch das Gewebe selbst. Die feinsten Haare entstammen dem Fell der Kaschmir- und Angoraziegen, des Angorakaninchsen, der Lamaart Alpaka und des südamerikanischen Kamels Vikunja.

Wolle ist schwer entflammbar, Wasser abweisend und häufig angenehm wärmend. Wollstoffe sollten immer von der linken Seite unter einem Tuch gebügelt werden, um zu verhindern, dass die gebügelten Stellen glänzen.

Wollfilz - Dieser Stoff entsteht durch Pressen und Walken oder Nadeln von Schafwollfasern. Schafwollfasern weisen an ihrer Oberfläche eine Schuppenstruktur auf. Die Schuppen zeigen in eine Richtung und liegen dachziegelartig übereinander.Wird die Faser befeuchtet, richtet sich die oberste Schuppenschicht auf. Durch die Einwirkung von Reibung verhaken sich andere Fasern in den abgespreizten Schuppen und verkeilen sich unlösbar miteinander. Ferner ist es möglich, die Fasern ohneZuführung von Feuchtigkeit mechanisch zu vereinigen. Durch permanentes Sticheln von Nadeln mit Widerhaken werden die Fasern fest miteinander verhakt und der Faserverbundstoff Filz entspringt. Guter Wollfilz ist abriebfest, wärmeisolierend und formbeständig. Es darf nur vorsichtig von Hand lauwarm mit Wollwaschmittel gewaschen und nicht geschleudert werden.

Ziegenleder - Im Gegensatz zu Schafleder sehr hochwertiges Leder wie beispielsweise Nappa-, Glace- und Chevreauleder.

 




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